Das Knie ist entzündet – was nun?

Nachdem wir bereits vor einigen Wochen im Artikel „Kniebeschwerden – ein lästiger Begleiter“ auf Knieprobleme im Allgemeinen eingegangen sind, möchten wir im heutigen Artikel das Thema noch etwas spezifizieren und das Augenmerk auf die Knieentzündung richten.

Knie

© David M / flickr.com

Ein Oberbegriff – aber viele unterschiedliche Krankheitsbilder
Hierbei wird grundsätzlich zwischen einer chronischen und einer akuten Entzündung unterschieden, wobei letztere meistens auf eine kurzfristige Überlastung zurückzuführen ist, die sich häufig am unteren Rand der Kniescheibe oder am Ansatz des Schienbeinkopfes manifestiert. Die Arthritis äußert sich häufig durch ein Anschwellen des Gelenks, geht einher mit Rötung und Schmerzen und wird nochmals anhand der Ursache der Entzündung unterschieden.

Die sogenannte Gonarthritis, also die Entzündung des Kniegelenks selbst, kann durch unterschiedliche Auslöser begünstigt werden, wie beispielsweise Gicht, Rheuma, einen Unfall oder auch eine bakterielle Infektion. Gerade nachts leiden Betroffene häufig unter den schlimmsten Schmerzen, was daher rührt, dass bei Nichtbelastung der Schmerz kontinuierlich bleibt oder sogar anwächst. Die Schwellung am Knie geht meistens mit einem Erguss einher, was auf Flüssigkeit im Knie hindeutet.

Auch Bakterien können Gelenksentzündungen begünstigen
Eine infektionsbedingte Kniearthritis wird durch Bakterien, Pilze oder Viren ausgelöst, welche meist bei einer vorangegangen Operation in die Blutbahn gelangen konnten. Die bekanntesten Auslöser dieses Krankheitsbild sind zum einen Streptokokken und Staphylococcaceae.

Auch die Kniekehle kann durch eine Entzündung in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch diese wird, wie bei der Gonarthritis auch, von einem Erguss in der Kniekehle begleitet. Es beginnt sich eine Zyste zu bilden, die ebenfalls mit Flüssigkeit gefüllt wird und immer weiter anwächst. Generell lässt sich sagen, dass eine Zyste selten unbemerkt bleibt, da sie mit wachsender Größe immer mehr Schmerzen verursacht.

Sollte sich nach einem Unfall das Knie entzünden, so spricht man von einer posttraumatischen Arthritis. Keime der ursprünglichen Verletzung kommen durch eine Verletzung des Knochens in den Gelenkinnenraum und infolgedessen entzündet sich das Knie.

Schließlich können auch die Schleimbeutel in Mitleidenschaft gezogen werden. Hierbei entstehen durch kontinuierlichen Druck und Belastung Risse im Schleimbeutel und dadurch kommt es zur Entzündung, die sich ohne richtige Behandlung auch chronisch manifestieren kann.

Die Behandlungsmöglichkeiten
Man sieht also deutlich, dass das Spektrum der Knieentzündung leider durchaus vielfältig ist. Bei Verdacht sollte also unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der mit Hilfe einer Untersuchung des Kniegelenks und einer entnommenen Blutprobe feststellen kann, unter welcher speziellen Knieentzündung der Patient leidet.

Je nach Krankheitsstadium und Krankheitsbild kann der behandelnde Arzt entweder zu einer konservativen oder einer operativen Behandlungsweise raten. Sollte die Erkrankung rechtzeitig bemerkt worden sein, so wird häufig zu schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten gegriffen, ebenso wie zu Hausmitteln wie Brennnesseltee oder warmen Bädern.

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