Die richtige Lauftechnik

Ob im Prater, entlang der Mur oder am Inn: Jogger findet man überall, denn neben Rad fahren und Wandern gehört Laufen zu den beliebtesten Sportarten in Österreich. Rund 10% aller Österreicher geben an, regelmäßig joggen zu gehen. Beim Lauftraining steht für viele die zurückgelegte Distanz oder die Schnelligkeit im Vordergrund. Dabei ist die Lauftechnik besonders wichtig, damit typische Sportverletzungen, die beim Laufen entstehen können, vermieden werden.

© Julien Christ  / pixelio.de

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Beim Laufen kann es vor allem zu Zerrungen, Bänderdehnungen, Knieschmerzen oder einer entzündeten Achillessehne kommen. Insbesondere untrainierte Läufer sollten sich nicht überfordern, da man bei Ermüdung schnell umknicken oder mit der falschen Lauftechnik die Knie oder die Achillessehne übermäßig belasten kann. Deshalb sollte man sich bereits zu Beginn des Lauftrainings die Zeit nehmen, an der richtigen Lauftechnik zu feilen. Doch was ist eigentlich die richtige Lauftechnik?

Die Geschwindigkeit beeinflusst die Lauftechnik
Die eine richtige Lauftechnik gibt es nicht, denn so verschieden wie die Läufer sind auch ihre Techniken: Während professionelle Läufer und Sprinter auf dem Vorfuß landen, rollen die meisten Freizeitläufer von der Ferse über den Vorfuß ab, was zu einer höheren Belastung für die Kniegelenke führt. Die Lauftechnik hängt oftmals mit der Geschwindigkeit zusammen und es bedeutet keinesfalls, dass sich alle Läufer den Stil der Profis aneignen müssen. Über viele Jahre wurde das Vorfußlaufen als die richtige Lauftechnik propagiert, dabei ist das Vorfußlaufen nur bei einer nach vorne geneigten Laufhaltung – wie beim Sprinten oder schnellen Laufen – sinnvoll. Hierbei wird die Energie des Aufpralls von der Fuß- und Beinmuskulatur stärker abgefedert, was sich schonend auf die Kniegelenke auswirkt. Außerdem wird so die Geschwindigkeit gesteigert, da der Läufer die Energie nach vorne besser ausnutzen kann als beim Abrollen über die Ferse. Dennoch birgt das Vorfußlaufen ein größeres Verletzungsrisiko für Laufanfänger, weil starke Kräfte auf die Wade und Achillessehne wirken. Ist die Wade nicht trainiert genug für das Vorfußlaufen, kann es schnell zu einer Entzündung der Achillessehne kommen. Daher sollten Vorfußläufer durch regelmäßiges Dehnen und Kräftigen von Fuß, Ferse und Wade versuchen, Verletzungen vorzubeugen.

Übungen wie Barfußlaufen im Garten oder auf einer ebenen Wiese im Park helfen dabei, einen natürlichen Laufstil zu trainieren, der sich nicht auf die Stützelemente der Laufschuhe verlässt. Zum Aufwärmen sollte man außerdem die Füße dehnen. Beim hüftbreiten Stehen kann man den Fuß dehnen, indem man ein Knie leicht anhebt, während die Fußspitze den Boden berührt und die Ferse abhebt. Abschließend hilft das Laufen auf den Zehenspitzen beim weiteren Aufwärmen. Hat man erst mit dem Laufen begonnen, so helfen Anfersen oder Skippings (das Hochziehen der Knie) dabei, die Muskulatur um die Kniegelenke herum und die rückseitige Oberschenkelmuskulatur zu stärken. Dadurch kann beim Über-die-Ferse-Abrollen das Kniegelenk durch die stärkere Muskulatur besser entlastet werden. Das Sprunggelenk hingegen kann beim Hopserlauf gekräftigt werden.

Finden Sie den perfekten Schuh für Ihren Laufstil
Neben Dehn-und Kräftigungsübungen ist es ratsam, sich nicht nur auf eine Lauftechnik zu verlassen, sondern beispielsweise beim langsameren Laufen über die Ferse abzurollen und bei kurzen Sprints das Vorfußlaufen zu trainieren. Wichtig ist außerdem die Wahl des Laufschuhs, da einige ältere Laufschuhmodelle den Fuß stark an der Ferse stützen. Mittlerweile sind viele Hersteller allerdings auf weniger stützende Elemente im Schuh umgestiegen, damit der Körper eine stärkere Stützmuskulatur entwickelt. Eine professionelle Laufanalyse in einem Sportgeschäft kann helfen, den richtigen Schuh für den eigenen Laufstil zu finden.

Sollte es trotz verbessertem Laufstil, Dehn- und Kräftigungsübungen zu Verletzungen beim Laufen kommen, stellt ActiPatch nach der Erstversorgung eine gute Möglichkeit dar, den Heilungsprozess zu beschleunigen. Es ist zur Behandlung aller typischen Laufverletzung wie Zerrungen, Bänderdehnungen, Knieschmerzen oder einer entzündeten Achillessehne geeignet.

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