Eine entzündete Achillessehne – leider mehr als ein griechischer Mythos

Die Achillessehne wird seit jeher als Sinnbild für eine menschliche Schwachstelle im Körper betrachtet und gerade bei (Freizeit)Sportlern ist die Sehne, die Wadenmuskulatur und Ferse miteinander verbindet, häufig in Mitleidenschaft gezogen. Genau wie bei unserem letzten Artikel zum Fersensporn liegt das oft darin begründet, dass diese Probleme durch Faktoren wie Überbelastung und/oder Übergewicht beeinflusst werden. Auch Fehlstellungen der Füße oder ein falscher Laufstil werden gerne mit Achillessehnenbeschwerden assoziiert, genau wie die Beschaffenheit des Bodens, auf dem gelaufen beziehungsweise der Sport ausgeübt wird.

© www.hamburg-fotos-bilder.de  / pixelio.de

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Gerade Probleme mit der Achillessehne sollte man unbedingt ernstnehmen, allerdings werden sie leider häufig unterschätzt. Vielfach wird davon ausgegangen, dass die Beschwerden von alleine verschwinden und die körpereigenen Warnsignale werden schlichtweg ignoriert, da anfänglich der Schmerz nur zu Beginn der Belastung auftritt. Schreitet die Entzündung der Achillessehne jedoch weiter voran, so tritt der Schmerz nicht mehr nur noch zu Beginn kurz auf, sondern bleibt auch während und nach dem Sport erhalten. Bei dieser Form von Entzündung setzt der Schmerz allerdings nicht direkt an der Ferse an, sondern knapp darüber.

Der Körper reagiert auf diesen Reiz, indem er versucht, der Überbelastung durch eine Stärkung des Bindegewebes beizukommen. Diese Reaktion des Körpers ist häufig sogar von außen zu erkennen: die Sehne wird dicker. Leider ist diese Schutzfunktion jedoch keine dauerhafte Lösung gegen Überbeanspruchung. Dadurch, dass das „neue“ Bindegewebe von „schlechterer“ Qualität ist, kann die Achillessehne trotzdem immer noch reißen. Sollte dieser Super Gau eintreten, so ist eine Operation leider meistens unumgänglich und der Heilungsprozess gestaltet sich als sehr langwierig und beschwerlich.

Aufwärmen und dehnen
Doch wie kann man diesem Horrorszenario vorbeugen? Egal um welchen Sport es sich handelt, ein Aufwärm- und Dehnprogramm ist Pflicht. Begeisterte Läufer sollten speziell darauf achten, dass sie geeignetes Schuhwerk verwenden und unter Umständen auch weichen Untergrund meiden, da das Abrollen des Fußes auf festem Untergrund leichter fällt. Sollte man bereits leichte Probleme mit der Achillessehne verspüren, so ist es essentiell, dass man versucht dieser Überbeanspruchung entgegenzuwirken und mit dem Training pausiert. Bei Überbeanspruchung ist es ratsam, mindestens ein oder zwei Wochen damit auszusetzen beziehungsweise solange bis sie wieder beschwerdefrei sind, da gerade bei Entzündungen die Rückfallgefahr extrem hoch ist.

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