Schmerzhafte Verletzungen am Muskel

Eine falsche Bewegung und plötzlich zieht sich ein heftiger Schmerz durch den Oberschenkel. Wenn es beim Sport zu Muskelverletzungen kommt, ist jede weitere Bewegung des Muskels sehr schmerzhaft. Eine Muskelzerrung, ein Muskelfaserriss oder ein Muskelriss können die Ursache für den plötzlichen und anhaltenden Schmerz darstellen.

© Dieter Schütz  / pixelio.de

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Zerrung oder Riss?
Bei einer Muskelzerrung werden die kleinsten Einheiten des Muskels, die sogenannten Sarkomere, geschädigt. Das kann passieren, wenn die Sarkomere übermäßig gedehnt werden, wie beispielsweise bei einem Sprint oder plötzlichen Stopp. Deshalb treten Zerrungen häufig bei schnellen Sportarten wie Handball, Fußball oder Tennis auf. Am häufigsten sind Waden, Oberschenkel oder Oberarme von Muskelverletzungen betroffen. Bei einer Zerrung treten vor allem dann Schmerzen auf, wenn der Muskel belastet wird. Ein Muskelfaserriss ist für gewöhnlich noch schmerzhafter als eine Zerrung, da hierbei ganze Muskelfasern zerreißen. Dabei kann es außerdem zu Blutergüssen und starken Schwellungen kommen. Deshalb treten bei einem Muskelfaserriss Schmerzen meistens sowohl bei Belastung als auch im Ruhezustand auf. Um die schwerwiegendste Verletzung handelt es sich allerdings bei einem Muskelriss, bei dem ein ganzer Muskel reißt. Auch hierbei sind Blutergüsse und Schwellungen zu befürchten. Außerdem kann unmittelbar nach dem Unfall eine kleine Delle oder Beule im Muskel ertastet werden. Bei einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt erkennen, um welche Form der Muskelverletzung es sich handelt.

Was hilft bei einer Muskelverletzung?
Bei einer Muskelverletzung darf man auf gar keinen Fall weitertrainieren, sondern muss sofort eine Pause einlegen und die verletzte Muskelpartie schonen. Außerdem sollte man die betroffene Stelle schnellstmöglich kühlen, um Einblutungen zu vermeiden. Damit es beim Kühlen nicht zu Erfrierungen kommt, legen Sie das Eis oder die Kaltkompresse nicht direkt auf die Haut, sondern wickeln Sie diese in ein Tuch ein. Ein richtig angelegter Druckverband hilft dabei, Schwellungen zu minimieren. Anschließend sollten Sie die verletzte Muskelpartie hochlagern. Diese Erstmaßnahmen können Sie sich mithilfe der PECH-Regel (P = Pause; E = Eis; C = Compression; H = Hochlagern) gut für den Ernstfall merken. Während eine Zerrung schon nach einigen Tagen wieder ausgeheilt sein kann, dauert der Heilungsprozess bei einem Muskelfaserriss für gewöhnlich mehrere Wochen oder Monate. In einigen Fällen kann sogar ein chirurgischer Eingriff nötig sein. Bis der Muskel wieder voll belastet werden darf, sollte man den Muskel schonen und keinesfalls über den Schmerz hinweg trainieren. Fragen Sie Ihren Arzt, um herauszufinden, wie lange Sie den Muskel schonen müssen.

Zerrungen vermeiden
Um Zerrungen und andere Muskelverletzungen zu vermeiden, ist es wichtig sich vor jedem Training gut aufzuwärmen und Kaltstarts zu vermeiden. Außerdem sollten Übungen vermieden werden, die zu Überlastungen führen können. Versuchen Sie, stark belastende Übungen durch andere zu ersetzen. Bandagen können dabei helfen, gefährdete Muskelpartien zu unterstützen.

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